Internationales Wohnen

Nese Özçelik
Pro Wohnen
– internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg
Ältere MigrantInnen, PendlerInnen und der demografische Wandel
Die Zahl der älteren MigrantInnen in Deutschland wächst stetig und wird dies in
den kommenden Jahren in noch größerem Maße tun. Schätzungen gehen
davon aus, dass die Zahl der über 60-jährigen MigrantInnen von heute einer
Million bis 2030 auf ca. 2,8 Millionen ansteigen wird (Difu 2011).
Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft,
Wirtschaft und Politik dar, auch in Oberhausen.
Die Unterstützung und Versorgung älterer MigrantInnen erhält eine wachsende
Bedeutung.
Viele MigrantInnen, die in den 1960´er und 1970´er Jahren nach Deutschland
kamen, um hier zu arbeiten, sind älter geworden und treten nun in den
Ruhestand. Um auch sie bis ins hohe Alter bei einer selbstständigen
Lebensführung unterstützen zu können, ist es notwendig, dass sie wissen,
welche Versorgungsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote vorhanden
sind und wo und wie sie entsprechende Informationen abrufen können.
Nicht nur unter den ehemaligen türkischen GastarbeiterInnen, sondern auch in
anderen Zuwanderergruppen befinden sich alte und kranke Menschen, die u. a.
aufgrund ihrer schlechten Deutschkenntnisse Informationsdefizite in Bezug auf
das Gesundheits- und Pflegesystem aufweisen. Von diesen
Zuwanderergruppen könnte nach Beseitigung der Wissenslücken eine
präventive Gesundheitsvorsorge in Anspruch genommen werden und eine
gesteigerte Nachfrage nach professionellen Hilfen ausgehen. Die vordringliche
Aufgabe besteht u. a. in der Verbesserung der zugehenden muttersprachlichen
Information und Beratung.
Um die gesellschaftliche Teilhabe von älteren MigrantInnen zu fördern und sie
in die Gestaltung ihrer Umwelt einzubeziehen, sind niederschwellige,
kultursensible Beteiligungsangebote und Strategien nötig, wie z.B. die
Einrichtung von Kommunikations- und Begegnungsorten, die Unterstützung
ethnischer Selbstorganisationen oder die Förderung von Nachbarschaften.
MigrantInnen sind an den sozialen und baulichen Maßnahmen und am
Stadtteilgeschehen oft nur marginal beteiligt. Es mangelt häufig an
Erfahrungen mit geeigneten Beteiligungsmöglichkeiten und –formen.
Sprachliche und kulturelle Barrieren tragen dazu bei, dass MigrantInnen sich in
ihre ethnischen Bezüge zurückziehen und für andere Anlässe nur schwer zu
aktivieren sind.
Ältere MigrantInnen leben zum Teil in Mehrgenerationenhaushalten aber immer
häufiger auch in Ein-Personen-Haushalten. Die Ursache hierfür ist oft
migrationsbedingt, d.h. der Eheparntner/die Ehepartnerin ist verstorben, die
Kinder leben alleine und die Restfamilie ist nicht nach Deutschland
nachgezogen. Diese Menschen leben häufig unter schlechten
Wohnbedingungen und zahlen hohe Mieten. Viele von ihnen verfügen über
Eigentum im Herkunftsland, pflegen den Kontakt zu Familienangehörigen in
der Heimat und pendeln zwischen ehemaliger Heimat und Deutschland.
Deutlich wird im Rahmen bislang durchgeführter Stadtteilanalysen u. a., dass
die Wohnsituation der älteren MigrantInnen häufig insgesamt ungünstig ist.
Eine adäquate Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit in der Wohnung ist daher
eher schwierig.
Die Zunahme gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Alter und die damit
verbundene Einschränkung der Mobilität sowie die Reduzierung des
Aktionsradius führen dazu, dass Wohnung und Wohnumfeld eine höhere
Bedeutung im Alter gewinnen. Langjährige räumliche und soziale Bindungen
an die Wohngebiete können wichtige Hilfsquellen sein, die wiederum
entscheidend für die Aufrechterhaltung einer Selbstversorgung im Alter
bedeuten können.
Wohnen im Alter
Die Stadt Oberhausen konnte in Kooperation mit der WohnBund-Beratung
NRW über das Bundesmodellprogramm ExWoSt- Experimenteller Wohnungsund
Städtebau“ ein Projekt für „familien- und altengerechtes Wohnen im
Quartier“, das Projekt „Pro Wohnen – internationales Wohnen in Oberhausen-
Tackenberg“ umsetzen.
Eines der Projektmodule war der Aufbau einer niederschwelligen Anlauf- und
Beratungsstelle vor Ort. Hier bieten sich für die StadtteilbewohnerInnen
Möglichkeiten, sich über vorhandene Informations- und Beratungsangebote
wie z.B. rund um die Themen Wohnen, Gesundheit und Pflege zu informieren.
Die Anlaufstelle entwickelt sich immer mehr als Wegweiser für ältere
MigrantInnen aus der Gesamtstadt.
Abbildung 1: Module des Projektes Pro Wohnen
Projektbausteine
Weiterentwicklung Netzwerk
Akteure und Einrichtungen
Einrichtung eines
Nachbarschaftstreffs
Aufbau von Dienstleistungen
für ältere Menschen
„Kümmerer-Struktur“
vor Ort
Durchführung von
Beteiligungsaktionen
Informationsangebote
für Jung und Alt
Wohnangebote
für ältere MigrantInnen
Die klassischen Modelle, wie die Unterbringung in Alten- oder Pflegeheime ist
im südländischen Kulturkreis keine verbreitete Alternative für die Versorgung
im Alter. Der „Generationenvertrag“ – Kinder pflegen ihre Eltern – hat zwar
mentalitätsbedingt immer noch seine Berechtigung. Aber es ist festzustellen,
dass diese Versorgungsform in Deutschland perspektivisch nicht mehr
umzusetzen ist. Die räumlichen Bedingungen, die Beschäftigung der
Angehörigen können die Versorgung der älteren MigrantInnen auf Dauer nicht
mehr gewährleisten.
Zudem hat sich mit dem Erreichen des Rentenalters auch eine neue
Lebensform im Alter entwickelt: das Pendeln zwischen den beiden
Heimatländern. Diese Gruppe der älteren MigrantInnen, die PendlerInnen (nicht
nur begrenzt auf türkische MigrantInnen) verbringen mehrere Monate im Jahr
in ihren Herkunftsländern.
So ist mit Pro Wohnen ein innovatives Wohn- und Versorgungsangebot für die
älteren MigrantInnen im Quartier geschaffen worden.
Modell für Bestandswohnungen
Mit „Pro Wohnen – internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg“
konnten barrierearme und bedarfsgerechte Wohnangebote für ältere
MigrantInnen und PendlerInnen in einem altersgemischten kommunalen
Wohnungsbestand aus den 90´er Jahren geschaffen werden.
Ziel ist es, den älteren MigrantInnenhaushalten eine Möglichkeit zu bieten, ein
kontinuierliches Wohnen in der Nachbarschaft mit ihren Familien weiterhin
selbständig und selbstbestimmt leben zu können. Für die oft seit Jahrzehnten
in Tackenberg lebenden MigrantInnen entstand zudem ein Angebot, die
bestehenden, präventiven (gesamtstädtisch vorhandenen) Gesundheits- und
Unterstützungsangebote stadtteilorientiert abrufen und vorhandene
Netzwerkstrukturen im Alter nutzen zu können.
Die Ansprüche der älteren MigrantInnen bzw. PendlerInnen sind im Vergleich
zu deutschen SeniorInnen nicht sehr hoch. Das Thema Barrierefreiheit in der
Wohnung nimmt keinen besonders hohen Stellenwert ein.
Nach regem Austausch mit potentiellen Mietern im Rahmen von Workshops
wurde die Planung von kleinen Appartements und Wohngemeinschaften
entwickelt. Die Planung der Altenwohnungen sieht separate Küchen und
kleine, bezahlbare Wohnungen vor. Da die Gruppe der beteiligten älteren
MigrantInnen nur über niedrige Renten (zischen 600,- und 1000,- EUR) verfügt,
war die Miethöhe nur über die Wohnungsgrößen zu regulieren. Die Miete pro
Quadratmeter beträgt für diese Wohnungen ca. 5,20 EUR.
Kleine, bezahlbare Appartements
Im Erdgeschoß und erstes Obergeschoss konnten jeweils aus einer 96 qm
Wohnung zwei kleine Appartements entwickelt werden. Obwohl aus
architektonischer Sicht der Zuschnitt der Wohnungen nicht optimal ist
(Durchgangszimmer), waren diese für die älteren MigrantInnen attraktiver, weil
hier auf 34 qm eine separate Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer
vorzufinden waren. Die Miete für diese Wohnung beträgt 258,- EUR incl.
Nebenkosten.

Abbildung 2: Grundrisse der 34 qm und 46 qm Wohnungen von Pro Wohnen
Das zweite Wohnmodell besteht aus einer großen Wohnküche und
Schlafzimmer sowie einem Balkon. Die Wohnungsgröße beträgt 46 qm und die
Miete 331,- EUR incl. Nebenkosten.
Diese Wohnmodelle konnten in kürzester Zeit an Interessenten aus dem
Quartier vermietet werden.
Pendlerwohnungen
Im Rahmen des Projektes ist auch das Modell der Wohngemeinschaften
entwickelt worden. In einer 96 qm Wohnung werden 3 Zimmer vermietet.
Wohnzimmer, Küche, Bad und Gästetoiletten stehen zur gemeinschaftlichen
Nutzung zur Verfügung. Die Küche sowie das Wohnzimmer sind möbliert, das
Bad mit einer Waschmaschine ausgestattet. Allein die Zimmer sollen von den
Mietern eingerichtet werden. Geplant wurde dieses Modell für Alleinstehende,
mit geringer Rente ausgestattete ältere MigrantInnen oder PendlerInnen. Hier
steht die gegenseitige Unterstützung und die Vermeidung von Vereinsamung
im Vordergrund. Die Miete beträgt pro Zimmer 229,- EUR incl. Nebenkosten.
Diese Wohnform ist für MigrantInnen ganz neu. Daher muss verstärkt
Pionierarbeit geleistet werden, um das Modell gemeinschaftlichen Wohnens zu
etablieren.

Abbildung 3: Grundriss Wohngemeinschaft Pro Wohnen
Anlaufstelle und flankierende Dienstleistungen
Das Konzept von Pro Wohnen ist nicht nur baulich ausgerichtet, sondern
bedeutende Aspekte sind auch die Anlaufstelle vor Ort und das Angebot von
flankierenden Dienstleistungen für die Mieter. Unter Anderem sind die
Reinigung des Treppenhauses und der Gemeinschaftsflächen in den
Wohngemeinschaften, die Leerung der Postkästen, die Anlaufstelle für
Beratung und Information Bestandteile des Dienstleistungspaketes. Dafür wird
eine Servicepauschale von 30,- EUR pro Wohneinheit erhoben.
Pro Wohnen bietet einen Gemeinschaftsraum, der offen ist für die
BewohnerInnen des Wohnungsbestandes sowie für die Nachbarschaft und
BewohnerInnen des Stadtteils Tackenberg. Der Informations-, Beratungs- und
Treffpunkt bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit durch
einen barrierefreien Zugang gut und direkt erreichbar zu sein und die
Möglichkeit sich dort mit anderen Senioren zu treffen, sich zu unterhalten,
Veranstaltungen zu besuchen oder Beratungsdienste, die auch durch
Kooperationspartner angeboten werden in Anspruch zu nehmen.
Mieter 3
Mieter 1 Mieter
2

Der Gemeinschaftsraum ist mit einer Küche und Räumen für Beratung und
Veranstaltungen ausgestattet. Ein Büro für Serviceleistungen und
niederschwelligen Beratungsangebote bietet den Mietern wichtige
Dienstleistungen, auf Wunsch auch in Abwesenheit der PendlerIinnen, z.B.
können das sein Postempfang, Rentenangelegenheiten, Behördengänge. Auch
werden geeignete Kooperationspartner in die Angebotspalette von Pro
Wohnen integriert. Dazu gehört z.B. auch die Einbeziehung von
Kooperationspartnern wie z.B. qualifizierte kultursensible Pflegeanbieter,
Mitarbeiter von Krankenkassen, Ärzte, um zum Beispiel über gesundheitliche
Vorsorge, Pflegegeld, Patientenvorsorge usw. aufzuklären.
Diese Angebote im Gemeinschaftsraum sind sehr effektiv, da die Gruppe der
älteren MigrantInnen hier sehr schnell über aufgebaute Netzwerkstrukturen
erreicht wird. Die intensiven Kontakte der Anlaufstelle zu Angehörigen der
älteren MigrantInnen oder zu Migrantenselbstorganisationen gewährleistet,
dass wichtige Informationen hier schneller und effizienter unter den älteren
MigrantInnen verbreitet werden, als durch herkömmliche Informationsmedien.
Abbildung 4: Veranstaltungen und Aktivitäten im Gemeinschaftsraum von Pro
Wohnen
Mit Pro Wohnen entstanden neue Ideen für eine kulturspezifische
Versorgungs- und Infrastruktur in Tackenberg. Die MitarbeiterInnen der
Anlaufstelle haben dabei eine wichtige Rolle übernommen. Durch ihre Tätigkeit
in verschiedenen Gremien und Vereinen in der Stadt verfügen sie über einen
hohen Bekanntheitsgrad und viele Kontakte. Sie sind als
Gesundheitsmediatorinnen geschult und können das Thema Prävention und
Gesundheitsvorsorge selbst aktiv besetzen. Sie greifen Bedarfe/Anregungen
auf, vermitteln diese an zuständige Kooperationspartner oder versuchen
Lösungsansätze direkt vor Ort anzubieten. Dazu zählen z.B. auch die
Gemeinschaftsraum
Angebote/Dienstleistungen

Aktivierung von Selbsthilfepotentialen und der Aufbau von
Ehrenamtstrukturen.
Pro Wohnen als Chance für Struktur- und Wirtschaftsentwicklung
In Zusammenarbeit mit den Akteuren im Quartier (örtliche Moschee,
Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereinen) konnte durch Pro
Wohnen die kultursensibele Seniorenarbeit intensiviert werden. Mitarbeiter
von Sozialstationen, mobilen Diensten, Krankenkassen sowie Ärzte, konnten
für Beratungen und Informationsveranstaltungen im Gemeinschaftsraum von
Pro Wohnen gewonnen werden. Weitere Dienstleitungs- und
Unterstützungsangebote wie beispielsweise ein Demenzcafé, Besuchsdienst
im Krankheitsfall, Hilfe bei Behördengängen, kultursensibeler ambulanter
Pflegedienst konnten im Quartier etabliert werden. Pro Wohnen wird immer
mehr als Ansprechpartner für ältere MigrantInnen wahrgenommen, so dass
neue Dienstleistungsangebote oder Projekte im Quartier die Erfahrungen und
Kontakte anfragen und ihre Kooperation anbieten. Von Pro Wohnen gehen
viele Aktivitäten, Projektideen und Kooperationsansätze für das Quartier aus.
Eine Wohnungsgenossenschaft, die in der räumlichen Nachbarschaft des
Projektgebietes größere zusammenhängende Wohnungsbestände besitzt,
beabsichtigt die Erfahrungen von Pro Wohnen auf den eigenen Bestand zu
übertragen. Die Methoden und Strategien in der Beteiligung von MigrantInnen
werden von vielen Kooperationspartnern gern abgefragt.
Über die Initiierung von verschiedenen Vortragsreihen und
Informationsveranstaltungen werden Themen angesprochen, die neue
Marktsegmente und Kundengruppen für Anbieter erkennen lassen.
Beispielsweise konnte durch die Organisation von Veranstaltungen zum
Thema Wohnberatung das Interesse an Maßnahmen in Bädern der Wohnungen
der MigrantInnen gesteigert werden. Durch eine Präsentationsveranstaltung
eines Sanitätshauses konnte die Gruppe der älteren MigrantInnen für die
Produkte und Hilfsmittel interessiert und als potentielle neue Kunden
gewonnen werden.
Kooperationen als wichtiger Faktor
Präventiv orientierte Informations- und Beratungsangebote für ältere
MigrantInnen und die Unterstützung einer generationsübergreifenden
Gemeinwesenarbeit sind wichtige Handlungsfelder in denen Pro Wohnen
agiert. Versorgungslücken im Quartier werden nach wie vor aus der
Perspektive der BewohnerInnen des Quartiers ermittelt und nach
Möglichkeiten der Abhilfe gesucht.
Durch die Tätigkeit in Pro Wohnen erfahren die MitarbeiterInnen reges
Interesse aus der gesamtstädtischen Ebene, so dass eine aktive Teilhabe im
Integrationsrat (legitimiert durch Wahlen) und in der jeweiligen
Bezirksvertretung entstanden ist. Das Thema ältere MigrantInnen konnte in den
entsprechenden Gremien thematisiert werden und gewinnt dadurch auch im
politischen Raum immer mehr an Bedeutung.

Die Angebote in der Anlaufstelle von Pro Wohnen konnten durch die
Zusammenarbeit mit Netzwerken bzw. Netzwerkpartnern (örtliche Moschee,
Kirchengemeinden, Netzwerk Tackenberg als Verbund von Stadtteilakteuren,
Stadt Oberhausen und weiteren Akteuren) aufgebaut und intensiviert werden.
Erkenntnisse, Erfahrungen, Kontakte zum Thema ältere MigrantInnen werden
in diesem Kontext ausgetauscht und gemeinsame Vorgehensweisen weiter
entwickelt.
Durch die Brücken- und Scharnierfunktion von Pro Wohnen konnten auch
stadtteilorientierte neue Ansätze von Beteiligungsstrategien umgesetzt
werden.
Die Erfahrungen und strukturelle Vorgehensweisen sind durchaus auf andere
Kommunen mit hohem MigrantInnenanteil übertragbar. Pro Wohnen steht für
ein innovatives Wohn- und Dienstleistungsmodell für ältere MigrantInnen und
bietet Antworten auf den demografischen Wandel.
Literatur
Wohn- und Versorgungsangebote für ältere Menschen in Oberhausen
Studie, WohnBund-Beratung NRW, im Auftrag der Stadt Oberhausen, 2006
Wohn- und Versorgungsangebote für ältere Menschen in Oberhausen,
Kleinräumige Bedarfs- und Handlungsanalyse
WohnBund-Beratung NRW, im Auftrag der Stadt Oberhausen, 2008
Überprüfung der altersspezifischen Infrastruktur für türkische Migrantinnen
und Migranten in Oberhausen.
Ergebnisbericht, Stadt Oberhausen, 2009
Alten- und Pflegeplan 2009 – 2010, Stadt Oberhausen
Vorausberechnung der Bevölkerung für die Stadt Oberhausen von 2010 – 2015
Stadt Oberhausen, 2010
Ne?e Özçelik, ist Dipl.- Ing. der Raumplanung und
seit 1996 bei der Stadt Oberhausen beschäftigt. Bis
2006 arbeitete sie in Projekten im Rahmen des
Programms Soziale in Vor-Ort-Büros. Seit 2006
leitete sie die Koordinierungsstelle Leben im Alter
und führt heute ihre Tätigkeit im Büro für
Chancengleichheit der Stadt Oberhausen fort.

Internationales Wohnen

Ne?e Özçelik
Pro Wohnen
– internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg

Ältere MigrantInnen, PendlerInnen und der demografische Wandel
Die Zahl der älteren MigrantInnen in Deutschland wächst stetig und wird dies in
den kommenden Jahren in noch größerem Maße tun. Schätzungen gehen
davon aus, dass die Zahl der über 60-jährigen MigrantInnen von heute einer
Million bis 2030 auf ca. 2,8 Millionen ansteigen wird (Difu 2011).
Der demografische Wandel stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft,
Wirtschaft und Politik dar, auch in Oberhausen.
Die Unterstützung und Versorgung älterer MigrantInnen erhält eine wachsende
Bedeutung.
Viele MigrantInnen, die in den 1960´er und 1970´er Jahren nach Deutschland
kamen, um hier zu arbeiten, sind älter geworden und treten nun in den
Ruhestand. Um auch sie bis ins hohe Alter bei einer selbstständigen
Lebensführung unterstützen zu können, ist es notwendig, dass sie wissen,
welche Versorgungsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebote vorhanden
sind und wo und wie sie entsprechende Informationen abrufen können.
Nicht nur unter den ehemaligen türkischen GastarbeiterInnen, sondern auch in
anderen Zuwanderergruppen befinden sich alte und kranke Menschen, die u. a.
aufgrund ihrer schlechten Deutschkenntnisse Informationsdefizite in Bezug auf
das Gesundheits- und Pflegesystem aufweisen. Von diesen
Zuwanderergruppen könnte nach Beseitigung der Wissenslücken eine
präventive Gesundheitsvorsorge in Anspruch genommen werden und eine
gesteigerte Nachfrage nach professionellen Hilfen ausgehen. Die vordringliche
Aufgabe besteht u. a. in der Verbesserung der zugehenden muttersprachlichen
Information und Beratung.
Um die gesellschaftliche Teilhabe von älteren MigrantInnen zu fördern und sie
in die Gestaltung ihrer Umwelt einzubeziehen, sind niederschwellige,
kultursensible Beteiligungsangebote und Strategien nötig, wie z.B. die
Einrichtung von Kommunikations- und Begegnungsorten, die Unterstützung
ethnischer Selbstorganisationen oder die Förderung von Nachbarschaften.
MigrantInnen sind an den sozialen und baulichen Maßnahmen und am
Stadtteilgeschehen oft nur marginal beteiligt. Es mangelt häufig an
Erfahrungen mit geeigneten Beteiligungsmöglichkeiten und –formen.
Sprachliche und kulturelle Barrieren tragen dazu bei, dass MigrantInnen sich in
ihre ethnischen Bezüge zurückziehen und für andere Anlässe nur schwer zu
aktivieren sind.
Ältere MigrantInnen leben zum Teil in Mehrgenerationenhaushalten aber immer
häufiger auch in Ein-Personen-Haushalten. Die Ursache hierfür ist oft
migrationsbedingt, d.h. der Eheparntner/die Ehepartnerin ist verstorben, die
Kinder leben alleine und die Restfamilie ist nicht nach Deutschland
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nachgezogen. Diese Menschen leben häufig unter schlechten
Wohnbedingungen und zahlen hohe Mieten. Viele von ihnen verfügen über
Eigentum im Herkunftsland, pflegen den Kontakt zu Familienangehörigen in
der Heimat und pendeln zwischen ehemaliger Heimat und Deutschland.
Deutlich wird im Rahmen bislang durchgeführter Stadtteilanalysen u. a., dass
die Wohnsituation der älteren MigrantInnen häufig insgesamt ungünstig ist.
Eine adäquate Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit in der Wohnung ist daher
eher schwierig.
Die Zunahme gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Alter und die damit
verbundene Einschränkung der Mobilität sowie die Reduzierung des
Aktionsradius führen dazu, dass Wohnung und Wohnumfeld eine höhere
Bedeutung im Alter gewinnen. Langjährige räumliche und soziale Bindungen
an die Wohngebiete können wichtige Hilfsquellen sein, die wiederum
entscheidend für die Aufrechterhaltung einer Selbstversorgung im Alter
bedeuten können.
Wohnen im Alter
Die Stadt Oberhausen konnte in Kooperation mit der WohnBund-Beratung
NRW über das Bundesmodellprogramm ExWoSt- Experimenteller Wohnungsund
Städtebau“ ein Projekt für „familien- und altengerechtes Wohnen im
Quartier“, das Projekt „Pro Wohnen – internationales Wohnen in Oberhausen-
Tackenberg“ umsetzen.
Eines der Projektmodule war der Aufbau einer niederschwelligen Anlauf- und
Beratungsstelle vor Ort. Hier bieten sich für die StadtteilbewohnerInnen
Möglichkeiten, sich über vorhandene Informations- und Beratungsangebote
wie z.B. rund um die Themen Wohnen, Gesundheit und Pflege zu informieren.
Die Anlaufstelle entwickelt sich immer mehr als Wegweiser für ältere
MigrantInnen aus der Gesamtstadt.
Abbildung 1: Module des Projektes Pro Wohnen
Projektbausteine
Weiterentwicklung Netzwerk
Akteure und Einrichtungen
Einrichtung eines
Nachbarschaftstreffs
Aufbau von Dienstleistungen
für ältere Menschen
„Kümmerer-Struktur“
vor Ort
Durchführung von
Beteiligungsaktionen
Informationsangebote
für Jung und Alt
Wohnangebote
für ältere MigrantInnen
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Die klassischen Modelle, wie die Unterbringung in Alten- oder Pflegeheime ist
im südländischen Kulturkreis keine verbreitete Alternative für die Versorgung
im Alter. Der „Generationenvertrag“ – Kinder pflegen ihre Eltern – hat zwar
mentalitätsbedingt immer noch seine Berechtigung. Aber es ist festzustellen,
dass diese Versorgungsform in Deutschland perspektivisch nicht mehr
umzusetzen ist. Die räumlichen Bedingungen, die Beschäftigung der
Angehörigen können die Versorgung der älteren MigrantInnen auf Dauer nicht
mehr gewährleisten.
Zudem hat sich mit dem Erreichen des Rentenalters auch eine neue
Lebensform im Alter entwickelt: das Pendeln zwischen den beiden
Heimatländern. Diese Gruppe der älteren MigrantInnen, die PendlerInnen (nicht
nur begrenzt auf türkische MigrantInnen) verbringen mehrere Monate im Jahr
in ihren Herkunftsländern.
So ist mit Pro Wohnen ein innovatives Wohn- und Versorgungsangebot für die
älteren MigrantInnen im Quartier geschaffen worden.
Modell für Bestandswohnungen
Mit „Pro Wohnen – internationales Wohnen in Oberhausen-Tackenberg“
konnten barrierearme und bedarfsgerechte Wohnangebote für ältere
MigrantInnen und PendlerInnen in einem altersgemischten kommunalen
Wohnungsbestand aus den 90´er Jahren geschaffen werden.
Ziel ist es, den älteren MigrantInnenhaushalten eine Möglichkeit zu bieten, ein
kontinuierliches Wohnen in der Nachbarschaft mit ihren Familien weiterhin
selbständig und selbstbestimmt leben zu können. Für die oft seit Jahrzehnten
in Tackenberg lebenden MigrantInnen entstand zudem ein Angebot, die
bestehenden, präventiven (gesamtstädtisch vorhandenen) Gesundheits- und
Unterstützungsangebote stadtteilorientiert abrufen und vorhandene
Netzwerkstrukturen im Alter nutzen zu können.
Die Ansprüche der älteren MigrantInnen bzw. PendlerInnen sind im Vergleich
zu deutschen SeniorInnen nicht sehr hoch. Das Thema Barrierefreiheit in der
Wohnung nimmt keinen besonders hohen Stellenwert ein.
Nach regem Austausch mit potentiellen Mietern im Rahmen von Workshops
wurde die Planung von kleinen Appartements und Wohngemeinschaften
entwickelt. Die Planung der Altenwohnungen sieht separate Küchen und
kleine, bezahlbare Wohnungen vor. Da die Gruppe der beteiligten älteren
MigrantInnen nur über niedrige Renten (zischen 600,- und 1000,- EUR) verfügt,
war die Miethöhe nur über die Wohnungsgrößen zu regulieren. Die Miete pro
Quadratmeter beträgt für diese Wohnungen ca. 5,20 EUR.
Kleine, bezahlbare Appartements
Im Erdgeschoß und erstes Obergeschoss konnten jeweils aus einer 96 qm
Wohnung zwei kleine Appartements entwickelt werden. Obwohl aus
architektonischer Sicht der Zuschnitt der Wohnungen nicht optimal ist
(Durchgangszimmer), waren diese für die älteren MigrantInnen attraktiver, weil
hier auf 34 qm eine separate Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer
vorzufinden waren. Die Miete für diese Wohnung beträgt 258,- EUR incl.
Nebenkosten.
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Abbildung 2: Grundrisse der 34 qm und 46 qm Wohnungen von Pro Wohnen
Das zweite Wohnmodell besteht aus einer großen Wohnküche und
Schlafzimmer sowie einem Balkon. Die Wohnungsgröße beträgt 46 qm und die
Miete 331,- EUR incl. Nebenkosten.
Diese Wohnmodelle konnten in kürzester Zeit an Interessenten aus dem
Quartier vermietet werden.
Pendlerwohnungen
Im Rahmen des Projektes ist auch das Modell der Wohngemeinschaften
entwickelt worden. In einer 96 qm Wohnung werden 3 Zimmer vermietet.
Wohnzimmer, Küche, Bad und Gästetoiletten stehen zur gemeinschaftlichen
Nutzung zur Verfügung. Die Küche sowie das Wohnzimmer sind möbliert, das
Bad mit einer Waschmaschine ausgestattet. Allein die Zimmer sollen von den
Mietern eingerichtet werden. Geplant wurde dieses Modell für Alleinstehende,
mit geringer Rente ausgestattete ältere MigrantInnen oder PendlerInnen. Hier
steht die gegenseitige Unterstützung und die Vermeidung von Vereinsamung
im Vordergrund. Die Miete beträgt pro Zimmer 229,- EUR incl. Nebenkosten.
Diese Wohnform ist für MigrantInnen ganz neu. Daher muss verstärkt
Pionierarbeit geleistet werden, um das Modell gemeinschaftlichen Wohnens zu
etablieren.
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Abbildung 3: Grundriss Wohngemeinschaft Pro Wohnen
Anlaufstelle und flankierende Dienstleistungen
Das Konzept von Pro Wohnen ist nicht nur baulich ausgerichtet, sondern
bedeutende Aspekte sind auch die Anlaufstelle vor Ort und das Angebot von
flankierenden Dienstleistungen für die Mieter. Unter Anderem sind die
Reinigung des Treppenhauses und der Gemeinschaftsflächen in den
Wohngemeinschaften, die Leerung der Postkästen, die Anlaufstelle für
Beratung und Information Bestandteile des Dienstleistungspaketes. Dafür wird
eine Servicepauschale von 30,- EUR pro Wohneinheit erhoben.
Pro Wohnen bietet einen Gemeinschaftsraum, der offen ist für die
BewohnerInnen des Wohnungsbestandes sowie für die Nachbarschaft und
BewohnerInnen des Stadtteils Tackenberg. Der Informations-, Beratungs- und
Treffpunkt bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit durch
einen barrierefreien Zugang gut und direkt erreichbar zu sein und die
Möglichkeit sich dort mit anderen Senioren zu treffen, sich zu unterhalten,
Veranstaltungen zu besuchen oder Beratungsdienste, die auch durch
Kooperationspartner angeboten werden in Anspruch zu nehmen.
Mieter 3
Mieter 1 Mieter
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Der Gemeinschaftsraum ist mit einer Küche und Räumen für Beratung und
Veranstaltungen ausgestattet. Ein Büro für Serviceleistungen und
niederschwelligen Beratungsangebote bietet den Mietern wichtige
Dienstleistungen, auf Wunsch auch in Abwesenheit der PendlerIinnen, z.B.
können das sein Postempfang, Rentenangelegenheiten, Behördengänge. Auch
werden geeignete Kooperationspartner in die Angebotspalette von Pro
Wohnen integriert. Dazu gehört z.B. auch die Einbeziehung von
Kooperationspartnern wie z.B. qualifizierte kultursensible Pflegeanbieter,
Mitarbeiter von Krankenkassen, Ärzte, um zum Beispiel über gesundheitliche
Vorsorge, Pflegegeld, Patientenvorsorge usw. aufzuklären.
Diese Angebote im Gemeinschaftsraum sind sehr effektiv, da die Gruppe der
älteren MigrantInnen hier sehr schnell über aufgebaute Netzwerkstrukturen
erreicht wird. Die intensiven Kontakte der Anlaufstelle zu Angehörigen der
älteren MigrantInnen oder zu Migrantenselbstorganisationen gewährleistet,
dass wichtige Informationen hier schneller und effizienter unter den älteren
MigrantInnen verbreitet werden, als durch herkömmliche Informationsmedien.
Abbildung 4: Veranstaltungen und Aktivitäten im Gemeinschaftsraum von Pro
Wohnen
Mit Pro Wohnen entstanden neue Ideen für eine kulturspezifische
Versorgungs- und Infrastruktur in Tackenberg. Die MitarbeiterInnen der
Anlaufstelle haben dabei eine wichtige Rolle übernommen. Durch ihre Tätigkeit
in verschiedenen Gremien und Vereinen in der Stadt verfügen sie über einen
hohen Bekanntheitsgrad und viele Kontakte. Sie sind als
Gesundheitsmediatorinnen geschult und können das Thema Prävention und
Gesundheitsvorsorge selbst aktiv besetzen. Sie greifen Bedarfe/Anregungen
auf, vermitteln diese an zuständige Kooperationspartner oder versuchen
Lösungsansätze direkt vor Ort anzubieten. Dazu zählen z.B. auch die
Gemeinschaftsraum
Angebote/Dienstleistungen
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Aktivierung von Selbsthilfepotentialen und der Aufbau von
Ehrenamtstrukturen.
Pro Wohnen als Chance für Struktur- und Wirtschaftsentwicklung
In Zusammenarbeit mit den Akteuren im Quartier (örtliche Moschee,
Kirchengemeinden, Schulen, Kindergärten, Vereinen) konnte durch Pro
Wohnen die kultursensibele Seniorenarbeit intensiviert werden. Mitarbeiter
von Sozialstationen, mobilen Diensten, Krankenkassen sowie Ärzte, konnten
für Beratungen und Informationsveranstaltungen im Gemeinschaftsraum von
Pro Wohnen gewonnen werden. Weitere Dienstleitungs- und
Unterstützungsangebote wie beispielsweise ein Demenzcafé, Besuchsdienst
im Krankheitsfall, Hilfe bei Behördengängen, kultursensibeler ambulanter
Pflegedienst konnten im Quartier etabliert werden. Pro Wohnen wird immer
mehr als Ansprechpartner für ältere MigrantInnen wahrgenommen, so dass
neue Dienstleistungsangebote oder Projekte im Quartier die Erfahrungen und
Kontakte anfragen und ihre Kooperation anbieten. Von Pro Wohnen gehen
viele Aktivitäten, Projektideen und Kooperationsansätze für das Quartier aus.
Eine Wohnungsgenossenschaft, die in der räumlichen Nachbarschaft des
Projektgebietes größere zusammenhängende Wohnungsbestände besitzt,
beabsichtigt die Erfahrungen von Pro Wohnen auf den eigenen Bestand zu
übertragen. Die Methoden und Strategien in der Beteiligung von MigrantInnen
werden von vielen Kooperationspartnern gern abgefragt.
Über die Initiierung von verschiedenen Vortragsreihen und
Informationsveranstaltungen werden Themen angesprochen, die neue
Marktsegmente und Kundengruppen für Anbieter erkennen lassen.
Beispielsweise konnte durch die Organisation von Veranstaltungen zum
Thema Wohnberatung das Interesse an Maßnahmen in Bädern der Wohnungen
der MigrantInnen gesteigert werden. Durch eine Präsentationsveranstaltung
eines Sanitätshauses konnte die Gruppe der älteren MigrantInnen für die
Produkte und Hilfsmittel interessiert und als potentielle neue Kunden
gewonnen werden.
Kooperationen als wichtiger Faktor
Präventiv orientierte Informations- und Beratungsangebote für ältere
MigrantInnen und die Unterstützung einer generationsübergreifenden
Gemeinwesenarbeit sind wichtige Handlungsfelder in denen Pro Wohnen
agiert. Versorgungslücken im Quartier werden nach wie vor aus der
Perspektive der BewohnerInnen des Quartiers ermittelt und nach
Möglichkeiten der Abhilfe gesucht.
Durch die Tätigkeit in Pro Wohnen erfahren die MitarbeiterInnen reges
Interesse aus der gesamtstädtischen Ebene, so dass eine aktive Teilhabe im
Integrationsrat (legitimiert durch Wahlen) und in der jeweiligen
Bezirksvertretung entstanden ist. Das Thema ältere MigrantInnen konnte in den
entsprechenden Gremien thematisiert werden und gewinnt dadurch auch im
politischen Raum immer mehr an Bedeutung.
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Die Angebote in der Anlaufstelle von Pro Wohnen konnten durch die
Zusammenarbeit mit Netzwerken bzw. Netzwerkpartnern (örtliche Moschee,
Kirchengemeinden, Netzwerk Tackenberg als Verbund von Stadtteilakteuren,
Stadt Oberhausen und weiteren Akteuren) aufgebaut und intensiviert werden.
Erkenntnisse, Erfahrungen, Kontakte zum Thema ältere MigrantInnen werden
in diesem Kontext ausgetauscht und gemeinsame Vorgehensweisen weiter
entwickelt.
Durch die Brücken- und Scharnierfunktion von Pro Wohnen konnten auch
stadtteilorientierte neue Ansätze von Beteiligungsstrategien umgesetzt
werden.
Die Erfahrungen und strukturelle Vorgehensweisen sind durchaus auf andere
Kommunen mit hohem MigrantInnenanteil übertragbar. Pro Wohnen steht für
ein innovatives Wohn- und Dienstleistungsmodell für ältere MigrantInnen und
bietet Antworten auf den demografischen Wandel.
Literatur
Wohn- und Versorgungsangebote für ältere Menschen in Oberhausen
Studie, WohnBund-Beratung NRW, im Auftrag der Stadt Oberhausen, 2006
Wohn- und Versorgungsangebote für ältere Menschen in Oberhausen,
Kleinräumige Bedarfs- und Handlungsanalyse
WohnBund-Beratung NRW, im Auftrag der Stadt Oberhausen, 2008
Überprüfung der altersspezifischen Infrastruktur für türkische Migrantinnen
und Migranten in Oberhausen.
Ergebnisbericht, Stadt Oberhausen, 2009
Alten- und Pflegeplan 2009 – 2010, Stadt Oberhausen
Vorausberechnung der Bevölkerung für die Stadt Oberhausen von 2010 – 2015
Stadt Oberhausen, 2010
Ne?e Özçelik, ist Dipl.- Ing. der Raumplanung und
seit 1996 bei der Stadt Oberhausen beschäftigt. Bis
2006 arbeitete sie in Projekten im Rahmen des
Programms Soziale in Vor-Ort-Büros. Seit 2006
leitete sie die Koordinierungsstelle Leben im Alter
und führt heute ihre Tätigkeit im Büro für
Chancengleichheit der Stadt Oberhausen fort.

Ein Abend zum Thema Mittelamerika

Wir wollen wieder einmal einen schönen Abend miteinander verbringen.

 

Am 16.12.2011, 17:30 Uhr, möchten wit mit einem schönen Abendessen (es sollen Gerichte aus der Karibik bzw. Mittelamerika aufgetischt werden) beginnen.

 

Im Anschluß gibt es einen Diavortag über Mittelamerika.

 

Anmeldungen nimmt wie immer das Büro Pro Wohnen, Wasgenwaldstr. 49, entgegen,

 

Wir wünschen uns viel Spaß und anregende Stunden, sowie etwas wärmende Gedanken in der kalten Jahreszeit.

 

Computer für Anfänger

Ab Oktober starten wieder neue Computerkurse, diesmal für Anfänger. Einige wenige Plätze sind noch frei.

Bei Interesse bitte im Büro Pro Wohnen, Frau Derim, melden

Computerkurse

Veranstalter: 
ProWohnen
Nächster Termin: 
Dienstag, 31 Mai, 2011 - 19:00 Uhr
Startdatum/-zeitpunkt: 
24. Mai 2011 19:00
Wiederholt sich jede Woche bis 31 Dezember, 2011 - 19:30 .

Die neuen Computerkurse sind gestartet.

Ab dem 24.05.2011 für Einsteiger. (wöchentlich am Dienstag)

Ab dem 25.05.2011 für Fortgeschrittene.(wöchentlich am Montag)

Thema ist jeweils MS Office (Word, Excel, Powerpoint)

 

Termin ist jeweils  wöchentlich um 19:00 Uhr.

Interesse ? auch zu einem späteren Zeitpunkt ? auch zu anderen Themen z.B. Internet, Fotobearbeitung usw. ?

Nähere Infos bei Pro Wohnen

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Traumland China

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Pro Wohnen veranstaltet einen gemütlichen Abend mit einem chinesischen Essen und einem Vortrag über eine China-Rundreise.

 

Termin: 20.05.2011, 18:00 Uhr

Wo: Wasgenwaldstr. 49

Preis: 10 €, inklusive Essen und Getränke

Treffen

Startdatum/-zeitpunkt: 
12. April 2011 6:00

Frühschicht anschließen Begegnung beim Frühstück.

Tags:

Treffen

Startdatum/-zeitpunkt: 
12. April 2011 6:00

Frühschicht anschließend Begenung beim Fühstück.

Tags:

Treffen

Startdatum/-zeitpunkt: 
5. April 2011 6:00

Frühschicht anschließend Begegnung beim Frühstück.

Tags:

Treffen

Ort: 
St. Josef
Startdatum/-zeitpunkt: 
29. März 2011 6:02

Frühschicht anschließend Begegnung beim Frühstück

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